Neuer Servicepunkt der Nachbarschaftshilfe stärkt ambulante Pflege in Brandenburg an der Havel
Am 1. Mai 2026 hat der neue Servicepunkt zur Nachbarschaftshilfe seine Arbeit in der Neustädtischen Heidestraße 24 aufgenommen. Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. erweitert dafür das bestehende Freiwilligenzentrum und schafft eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Nachbarschaftshilfe nach der neuen Brandenburgischen Angebotsanerkennungsverordnung.
Gefördert wird das Angebot durch den Pakt für Pflege des Landes Brandenburg.
Der Servicepunkt verfolgt das Ziel, die ambulante Pflege zu stärken, pflegende Angehörige und Pflegebedürftige im Alltag zu entlasten und letzteren ein längeres Verbleiben in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Gleichzeitig soll das soziale Miteinander gefördert und das Engagement der Nachbarschaftshelfenden sichtbar anerkannt werden. Zu diesem Zweck können Nachbarschaftshelfende seit Anfang des Jahres erstmals eine Aufwandsentschädigung über den Entlastungsbetrag nach Paragraph 45b SGB XI der Pflegebedürftigen erhalten.
Mitmachen kann jede registrierte Einzelperson ab 14 Jahren (bis 18 Jahre mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten), die nach einer kurzen Schulung alltagsnahe Unterstützung wie Begleitungen, Einkäufe, Hilfe im Haushalt oder ähnliche Tätigkeiten für pflegebedürftige Menschen übernimmt, die mindestens einen Pflegegrad 1 innehaben.
Auf dem Weg Nachbarschaftshelfer oder Nachbarschaftshelferin zu werden, unterstützt der Caritasverband aktiv: Er berät Interessierte, die sich als Nachbarschaftshelfende engagieren möchten ebenso wie Pflegebedürftige und deren Angehörige. Er informiert zur Nutzung des Entlastungsbetrags, unterstützt bei Qualifizierung und Registrierung und steht als verlässliche Ansprechstelle bei Fragen oder Konflikten zur Verfügung.
Annett Kießig vom Servicepunkt der Nachbarschaftshilfe ist unter der Rufnummer (0176) 58 346 960 oder per E-Mail: a.kiessigcaritas-brandenburg.de zu erreichen.
